…von Hoffnung durchwoben…

Von der Kunst, das Leben zu bestehen II
Ein interaktives Projekt der „Kirchenmusik St. Josef“

Musik will gehört werden. Man sieht sie nicht und doch berührt sie jeden von uns bis in unser Innerstes. Sie durchdringt jede Pore und geht – im wahrsten Sinne des Wortes – unter die Haut. Sie beeinflusst unseren Stoffwechsel und unser Wohlbefinden. Sie ist allgegenwärtig und wir können uns ihrer nicht entziehen. Musik verbindet – und macht glücklich.

Kirchenmusik wiederum bietet der Musik einen einmaligen, einzigartigen Raum. Einen Raum, in dem nicht nur für die Menschen, sondern auch mit ihnen Musik gemacht wird. Allein an diesem Umstand ist zu erkennen, dass sich der Kirchenmusik unendlich vielseitig sein kann. Vielleicht bietet sie mehr kommunikative Möglichkeiten, als andere Sparten der Musik. Dadurch ist sie von äußeren Begebenheiten und Befindlichkeiten geprägt und von ihnen abhängig. Kirchenmusik muss sich gezielt auf sein Gegenüber einlassen. Sie muss ihm die Gelegenheit geben, selber zum Musizierenden zu werden. Sie muss auf die Fähigkeiten seines Gegenübers Rücksicht nehmen und ihm den Mut geben, selber zum Sprachrohr, zum Lautsprecher, zum Musiker zu werden.

Die Bereiche, in denen Kirchenmusik ihren Platz findet, sind sehr vielfältig. Es reicht von Begleitung liturgischer, von rituellen Handlungen, von der klanglichen Gestaltung von Feiern und der klanglichen Auskleidung von – oftmals sehr großen – Räumen. Musik ist dabei zu einem großen Teil mitverantwortlich für die Dramaturgie und des dramatischen Aggregatzustandes einer Feier. Dies ist von fundamentaler Bedeutung.

Alle Ausprägungen kirchenmusikalischer Formen, vom Kinderlied, über Filmmusik und spirituelle Formen anderer Kulturen bis hin zu artifiziell, hochkomplex zusammengesetzte avantgardistische Musik und der Hochkultur des Konzertsaals finden in der Kirchenmusik ihren Platz und ihren Raum.
Kirchenmusik bietet vielleicht – wenn ihr der Raum zugestanden wird – den unterschiedlichsten Formen von Musik einen Raum und vereint dadurch alle Formen und Ausprägungen von Musik.

Von diesem Wissen ist meine langjährige Arbeit in St. Josef in Stuttgart Feuerbach geprägt. Sie ist geprägt, von der Hoffnung, Menschen mit der Musik zu berühren, sie zum Mitmachen zu animieren, ihnen außerdem Geborgenheit und Heimat zu geben und ihnen eine Gemeinschaft anzubieten, die über die Kirchenmauern in den ganzen Stadtteil ausstrahlt.

Unter dieser Obhut ist die Kirchenmusik für 2026/27 geplant, beginnend mit den dem „KAHLO Streichquartett“ am 25. September und abschließend mit der Aufführung des Opus magnum der Kirchenmusik, der „Messa da Requiem“ von Giuseppe Verdi. Musik findet in Liturgien ihren Platz, in unterschiedliche meditative Formen, in einer Lesung und in Festen und Konzerten.

Lassen Sie sich berühren, lassen Sie sich faszinieren von der unglaublichen, positiven Kraft der Musik.

Ich wünsche Ihnen schöne, unvergessliche, eindringliche und einzigartige Momente Ihr
Detlef Dörner

P R O G R A M M

Unsere Hoffnung – In seiner ganze Tiefe
Musik der Shakuhachi

#05  28.10.26      „Golden Kelp“ – Harfe & Shakuhachi
#06  04.11.26      „Im Abendhauch“ – Shakuhachi solo
#08  11.11.26      „Oltre le stelline“ – Shakuhachi plus
#09  28.11.26      „Dal silenzio“ – Harfe & Shakuhachi
#19  14.02.27      „…ins Weite…“

Unsere Hoffnung – Unsere Zukunft
Die Singenden Mäuse von St. Josef

#02  11.10.26      „Eine Handvoll Erde“
#10  05.12.26      „Lasst uns froh und munter sein“
#15  24.12.26      „Das schwäbische Krippenspiel“
#18  31.01.27      „I’ve got peace like a river“

Unsere Hoffnung – Im Miteinander
„Chor von St. Josef“ – Coro „C.I.S.“

#04  25.10.26      „Su ali d’aquila”
#07  08.11.26      „In dich hab‘ ich gehoffet
#12  11.12.26      „Du Licht vom Lichte“
#14  19.12.26      „Te lucis ante terminum“
#16  25.12.26      „In the bleak midwinter“
#21  13.03.27      G. Verdi: “Messa da Requiem”
#22  14.03.27      G. Verdi: “Messa da Requiem”

Unsere Hoffnung – In der Gemeinschaft
#01  25.09.26      „Hoffnung!“ – KAHLO Quartett
#03  11.10.26      „Unser Hoffnungsbaum“
#13  12.12.26      „Zimtschneckenfest
#17  29.01.27      „…von Hoffnung durchwoben…“
#20  03.03.27      „Vom Unsagbaren in der Musik“

Vom Klang der Stille 24

Bereits zum vierten Mal lädt die „Kirchenmusik von St. Josef“ auch in diesem Herbst an drei Mittwochabenden zur Reihe „Vom Klang der Stille“ jeweils um 19.30 Uhr nach St. Josef Stuttgart Feuerbach, Oswald-Hesse-Straße 74 ein. Detlef Dörner wird sich wieder mit seiner japanischen Bambusflöte, der Shakuhachi, auf den Weg machen in ferne Klangwelten, in ruhige Oasen und in beruhigende Gefilde.

Der diesjährige Zyklus ist in diesem Jahr als „Tryptichon in Klang & Raum“ konzipiert. Verbindendes Element der drei Abende sind die Worte „Still und sanft ruht meine Seele in tiefer Nacht“. Sie ziehen sich gleich einem roten Faden durch den ganzen Zyklus.
Der erste Abend „I. Still und leise…“ findet am Mittwoch, den 30. Oktober um 19.30 Uhr statt; der zweite „II. …ruht meine Seele…“ am Mittwoch, den 6. November, der dritte „III. …in tiefer Nacht.“ am Mittwoch, den 13. November. Jeder Abend knüpft dabei sowohl an den vorherigen an und weist auf den darauffolgenden hin, bewahrt aber doch seine Eigenständigkeit, steht für sich selbst und ist in sich vollständig.

Der Eintritt ist frei.

Kommen Sie und lauschen Sie.